Selbst auf diesem Gruppenfoto sind nicht alle Projektpartner vertreten: Regional und fachlich ist das Projekt in der Region verankert.
Die drei Jobcenter der Region hatten gemeinsam den Projektantrag gestellt. Das Aachener Jobcenter ist hierbei koordinierende Stelle.
Stefan Graaf, Geschäftsführer des Jobcenters StädteRegion Aachen, stellvertretend für die drei Jobcenter
Michael Eichelsheim vom niederländischen Inputgeber Dariuz
Peter Brendel (WABE eV) für die beruflichen Träger
Reinhard Strauch vom Schwertbad Aachen für die medizinischen Träger
Franz-Peter Laufs vom Integrationsfachdienst Düren für die IFD der Region
Zuletzt: Kurt Rieder, Projektleiter rpE für die StädteRegion Aachen beantwortete alle noch offenen Fragen
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Prävention durch Beschäftigung

09/2020

Projekt „rehapro Euregio“ gestartet - Passende und potentialgerechte Beschäftigung, die Menschen gesünder macht

„Es geht um die Menschen und wir dürfen keinen vergessen!“ Mit diesen Worten eröffnete Stefan Graaf, Geschäftsführer des Jobcenters StädteRegion Aachen, die Auftaktveranstaltung des neuen Projektes „rehapro Euregio“, welches Menschen mit dauerhaften, gesundheitlichen Einschränkungen nicht nur den Zugang zum 1. Arbeitsmarkt, sondern auch die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglichen soll. Die Jobcenter StädteRegion Aachen, Kreis Heinsberg und die job-com Düren sehen für diese Zielgruppe einen besonderen Entwicklungsbedarf hinsichtlich Betreuung und Unterstützung.

Nach einer anderthalbjährigen Konzept- und Antragsphase wurde das Modellprojekt „rehapro Euregio“ im November 2019 bewilligt. Für die nächsten 4 Jahre werden insgesamt 15 Millionen Euro zusätzliche Mittel vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) zur Verfügung gestellt. Unter dem Motto „Prävention durch Beschäftigung“ sollen über die gesamte Projektlaufzeit bis zu 2000 Kunden aus dem Regelgeschäft der Jobcenter für eine mögliche Teilnahme geprüft, insgesamt 720 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gefunden und 75 Prozent potentialbezogen und nachhaltig in eine Form von Arbeit integriert werden. Das wissenschaftlich begleitete Projekt ist neu und innovativ, da es viele verschiedene Partner miteinbindet. Die neuartige Vernetzung besteht in einer Zusammenarbeit von Coaches der jeweiligen Jobcenter, den Mitarbeitern des Arbeitsgeberservices, des Integrationsfachdienstes und Institutionen wie Suchtberatung (Caritas) und medizinische (Schwertbad GmbH) sowie berufliche (zum Beispiel WABe e.V.) Träger. Diese ermöglicht die Bereitstellung von Angeboten, die auf den individuellen Bedarf der Teilnehmerinnen und Teilnehmer abgestimmt sind. Im Rahmen der Umsetzung sollen auch Prinzipien des niederländischen Inputgebers Dariuz genutzt werden. Über die Phasen „einström“ (Auswahl und Profiling), „durchström“ (Stärkung und Akquise von potentialgerechten Arbeitsplätzen) und „ausström“ (Beschäftigungsbegleitung und -sicherung) werden sowohl Kunden als auch Arbeitgeber passgenaue Förderkombinationen erhalten.

„Wir sind viele Kooperationspartner, die den Menschen in den Fokus nehmen“, erklärte Franz-Peter Laufs vom Integrationsfachdienst Düren. Dabei sei es wichtig nicht zuerst die Frage zu stellen, was nicht geht, sondern was für jeden Einzelnen möglich und machbar sein, betonte Reinhard Strauch vom Schwertbad Aachen. „Jeder kann etwas“, stellte Michael Eichelheim von der Firma Dariuz fest und brachte damit das Ziel des Projektes „rehapro“ auf den Punkt: Vorhandene Potentiale und Neigungen der Menschen zu nutzen und vermeintliche Unmöglichkeiten aufzulösen, um Beschäftigungsverhältnisse zu finden, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken.