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Kunde Thomas Awhisus, Leistungssachbearbeiterin Sonja Nießen, Personalratsvorsitzende Ursula Winkler und Geschäftsführer Stefan Graaf (v.l.n.r.) bei der Vorstellung der Initiative.

Jobcenter gegen Gewalt

01/2013

„Wir tun Gutes und helfen den Menschen“, so verstehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jobcenters ihre Aufgabe.

 

Hilfe leisten ist aber nur in einem positiven Verhältnis und respektvollen Umgang von hilfesuchenden Menschen und Mitarbeitern möglich. Eine Selbstverständlichkeit, die mittlerweile nicht mehr selbstverständlich ist.

 

In den letzten Jahren ist es leider zu immer mehr persönlichen Anfeindungen, Beleidigungen und sogar Übergriffen gegen Bedienstete im öffentlichen Dienst gekommen. „Diese können, dürfen und wollen wir nicht hinnehmen, so der Geschäftsführer des Jobcenters StädteRegion Aachen, Stefan Graaf“

 

Aufgrund des tödlichen Angriffs auf eine Mitarbeiterin im Jobcenter in Neuss Ende September des vergangenen Jahres, wurden bundesweit, so auch im Jobcenter StädteRegion Aachen, alle sicherheitstechnischen Aspekte auf den Prüfstand gestellt. Für das Jobcenter in der Region wird hier kein Neuland betreten, bereits seit dem Jahr 2008 wird das seinerzeit mit der Polizei und der Deutschen Unfallversicherung entwickelte Verfahren zur Vermeidung von Gefährdungen am Arbeitsplatz praktiziert.

 

Mit reinen Verwaltungsverfahren ist es nach Auffassung des Jobcenters aber nicht getan, man müsse eine gesellschaftliche Diskussion führen, die zu einem verbesserten Verständnis und zu mehr Akzeptanz für den öffentlichen Dienst führt.

 

Aufgrund einer Initiative der Geschäftsführung und des Personalrats des Jobcenters wurde heute die gemeinsam entwickelte Plakataktion „Jobcenter gegen Gewalt“ vorgestellt.  Als äußeres Zeichen für gegenseitigen Respekt und gegen jegliche Art von Gewalt, repräsentiert es die Werte, für die alle Beteiligten stehen.

 

Der in der StädteRegion Aachen lebende Thomas Awhisus unterstützt das Jobcenter in seinem Bemühen um einen fairen und ausgeglichenen Umgang mit den Menschen. „Ich finde die Idee des Jobcenters gut und bin sehr gerne bereit, Werbung für eine Zone der Freundlichkeit, des Respekts und des friedvollen Miteinanders in den Jobcentern zu leisten“, sagt der selbst von Arbeitslosigkeit betroffene Awhisus.

 

Der Geschäftsführer des Jobcenters Graaf ist dankbar, dass Herr Awhisus den aktiven Kontakt zum Jobcenter zur Unterstützung der Kampagne gesucht hat, denn „nur wenn wir alle gemeinsam unseren Beitrag leisten, wird es uns gesellschaftlich gelingen, friedvolle Umgebungen zu bewahren.“