Einzelansicht

Gerhard Wittfeld (kadawittfeldarchitektur), Jens Kreiterling (Landmarken AG), Prof. Dr. Manfred Sicking (Stadt Aachen), Helmut Etschenberg (StädteRegion Aachen), Jürgen Koch (Agentur für Arbeit) und Stefan Graaf (Jobcenter) bei der Grundsteinlegung (v.l.n.r.)

Grundsteinlegung Jobcenter-Neubau Aachen

12/2013 Christian Neuß

Zusammenführung der Aachener Geschäftsstellen sowie der Zentralbereiche an einem Standort

An der Krefelder Straße / Gut-Dämme-Straße in Aachen errichtet die Landmarken AG das neue Jobcenter der StädteRegion Aachen.

Dieses führt Anfang 2015 die beiden bisher getrennt untergebrachten Geschäftsstellen des Jobcenters in Aachen und die Zentralbereiche (Geschäftsführung, zentrale Dienste, Querschnittsaufgaben) zusammen. Eingebettet in das sich in der Entwicklung befindliche Quartier Nord entsteht bis Anfang 2015 mit rund 12.000 qm Bruttogeschossfläche ein neues Gebäude; 9.000 qm werden durch das Jobcenter genutzt. Für die Architektur des Jobcenter-Neubaus zeichnet das renommierte Architekturbüro kadawittfeldarchitektur mit Sitz in Aachen verantwortlich.

Die Krefelder Straße erfährt seit einigen Jahren eine deutliche Aufwertung. Neben Tivoli, Finanzamt und CHIO lassen sich zunehmend bedeutende Unternehmen wie beispielsweise Trianel und Saint Gobain in attraktiven Gebäuden an der Krefelder Straße nieder und verändern nicht nur für den Besucher das Gesicht der Stadt zum Positiven. Jens Kreiterling, Generalbevollmächtigter der Landmarken AG: „Das Jobcenter siedelt sich inmitten dieser neu entstehenden Unternehmenssitze und Arbeitsplätze an der Krefelder Straße an. Hier entstehen neue Chancen und es werden Beschäftigungsmöglichkeiten gesucht und vermittelt. Das überzeugt.“

Rund 360 Mitarbeiter werden in dem neuen Gebäude arbeiten: Neben den Arbeitsvermittlern, dem Fallmanagement und der Leistungsabteilung auch Querschnittsbereiche, wie das Team für Bildungs- und Teilhabeleistungen, die Geschäftsführung, Zentrale Dienste und die Teams, die die Qualifizierungsmaßnahmen für Arbeitslose planen und betreuen. Stefan Graaf, Geschäftsführer des Jobcenters: „Bei der Planung des Gebäudes haben wir Hand-in Hand mit Investor und Architekt darauf geachtet, dass wir einen ansprechenden Kundenempfang im Erdgeschoss und eine vertrauliche Beratungsatmosphäre in Einzelbüros auf den Etagen haben. Wir verkürzen die Wege für unsere Kunden, da die Arbeitsvermittlung, das Fallmanagement und die Leistungsabteilung alle in einem Haus sitzen.“ Ferner bieten die im Erdgeschoss vorgesehenen Räume für Seminare, Gruppeninformationen und Veranstaltungen einen Mittelpunkt des Gebäudes.  

Um das Jobcenter herum entwickelt die Landmarken AG in den nächsten Jahren das Quartier Nord zu einem qualitätsvollen Büro-, Handels- und Gewerbestandort. Mit dem Neubau des Gebäudes von Möbel Trösser und McFIT ist der erste Schritt bereits vollzogen. Der Neubau des Jobcenters ist der zweite Schritt in der Entwicklung des Areals. Anschließend erfolgt der Neubau eines Geschäftshauses zwischen dem Jobcenter und der Krefelder Straße. Darüber hinaus gibt es noch weitere Potenziale, um Platz für neue Unternehmen zu schaffen.

 

Zur Architektur

Allseitig von öffentlichem Raum umflossen, entstehen sowohl zur Krefelder- als auch zur Gut-Dämme-Straße markante Plätze an den Haupteingängen des Jobcenters und des Geschäftshauses. Von außen präsentiert sich das Jobcenter in einem eigenständigen und sachlichen Gebäude. Die Aufweitungen der Loggien und inneren Flure zeichnen sich deutlich in der Fassade ab und verleihen dem zurückhaltenden Erscheinungsbild die besondere Note. Als große vorspringende Öffnungen mit farbigen Laibungen strukturieren sie den Rhythmus der elementierten Gebäudehülle.

Im gläsernen Erdgeschoss befinden sich die öffentlichen Funktionen  wie das Foyer, das Berufsinformationszentrum, das Kundenzentrum und einige Besprechungsräume. Über zentrale Treppenhäuser werden die vier Bürogeschosse erschlossen. Der ringförmige Grundriss um den begrünten Innenhof bietet eine leistungsfähige Struktur mit guter Orientierung und maximaler Flexibilität. Die Flure weiten sich zu den Fassaden auf und bilden dort kleine Loggien und kommunikative Aufenthaltsbereiche. Zusammen mit dem atmosphärischen, grünen Innenhof bringen sie Licht und Luft in das Innere des Gebäudes und bieten vielfältige Austritte, Terrassen und Pausenzonen.