Das Jobcenter StädteRegion Aachen hat seinen Geschäftsbericht für das Jahr 2025 veröffentlicht. Der Bericht zeigt, unter welchen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen die Mitarbeitenden Menschen auf ihrem Weg in Arbeit, Ausbildung und gesellschaftliche Teilhabe begleitet haben.
Das Jahr 2025 war weiterhin von einer schwachen Konjunktur und strukturellen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt geprägt. Gleichzeitig erwies sich der Arbeitsmarkt in der StädteRegion Aachen insgesamt als stabil: Im September 2025 waren 230.465 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein erfreulicher Spitzenwert. Gegenüber dem Vorjahr bedeutete dies noch einen leichten Zuwachs um 0,2 Prozent. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen konnte das Jobcenter die Zahl der Integrationen, trotz einem geringeren Erwerbspersonenpotential erneut steigern. Insgesamt gelang 7.371 Menschen der Einstieg in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, eine selbstständige Tätigkeit oder eine vollqualifizierende Berufsausbildung. Das waren 99 Integrationen mehr als im Vorjahr. Unter den erfolgreich integrierten Menschen waren 3.788 Langzeitleistungsbeziehende und 783 Alleinerziehende. 6.204 Integrationen führten in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, weitere 965 in eine Berufsausbildung.
„Gerade vor dem Hintergrund der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist die erneut gestiegene Zahl der Integrationen ein gutes Ergebnis. Sie zeigt, was durch engagierte und individuelle Beratung sowie die enge Zusammenarbeit mit Unternehmen, Bildungsträgern und Netzwerkpartnern möglich ist. Zugleich macht der Bericht deutlich, dass Langzeitarbeitslosigkeit und fehlende Berufsabschlüsse weiterhin intensive und langfristige Unterstützung erfordern“, sagt Stefan Graaf, Geschäftsführer des Jobcenters StädteRegion Aachen.
Zum Jahresende 2025 betreute das Jobcenter 46.774 Menschen in 24.216 Bedarfsgemeinschaften. Damit waren 2.240 Menschen beziehungsweise 4,6 % weniger auf Leistungen angewiesen als ein Jahr zuvor. Zugleich bleibt der Unterstützungsbedarf bei vielen Leistungsberechtigten hoch: Im Jahresdurchschnitt gehörte annähernd die Hälfte der arbeitslosen Menschen im SGB II zu den Langzeitarbeitslosen. Bei 29 Prozent von ihnen dauerte die Arbeitslosigkeit bereits vier Jahre oder länger. Zudem verfügten zum Jahresende rund 69 Prozent der arbeitslosen Menschen im Jobcenter über keine abgeschlossene Berufsausbildung.
Neben Arbeitsmarkt, Arbeitslosigkeit und Integrationen informiert der Geschäftsbericht unter anderem über die Zusammensetzung der Bedarfsgemeinschaften und Leistungsberechtigten, die Entwicklung des Langzeitleistungsbezugs, die Schuldnerberatung, die Leistungen zum Lebensunterhalt, das Bildungs- und Teilhabepaket sowie den Einsatz der Eingliederungsleistungen.
Der vollständige Geschäftsbericht 2025 steht HIER als PDF zur Verfügung.
